In Zusammenarbeit mit dem Aeronauticum Nordholz entstand dieses Modell des 'Afrika-Luftschiffes' L59, das 1917 zu einer Versorgungsfahrt nach Ostafrika startet und bei Khartum zurückbeordert wurde, das Luftschiff hatte bis dahin die längste Fahrt geschafft: 6767 Kilometer in 95 Stunden. Modell im Maßstab 1:500 (Die Modelllänge beträgt 46 cm)
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Geschichte:
Nach ersten Untersuchungen ab 1906 und der Indienststellung des Marine-Luftschiffes L1 1912 wurde 1913 durch 'Allerhöchster Kabinetts-Ordre' die Aufstellung der Marine Luftschiffabteilung befohlen. Die Seestreitkräfte erwarteten sinnvolle Einsatzmöglichkeiten des neuartigen Luftfahrzeuges bei der Fernaufklärung, für Bombenabwürfe und besonders für die Minensuche.
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Cuxhaven wurde als Standort der Luftschiffabteilung vorgesehen. Arbeiten für den Bau des Luftschiffplatzes Nordholz bei Cuxhaven begannen 1913. 46 der 72 während des Krieges in Dienst gestellten Schiffe waren hier stationiert.
1917 beschloß die Marine, zur Unterstützung der Schutztruppe in der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, ein Luftschiff als Materialtransporter zu entsenden. Während der Probefahrt wurde es vom Sturm zerstört. Daraufhin wurde ein in Bau befindliches Schwesterschiff, L59, für diesen Einsatz vorgesehen. Innerhalb von vier Tagen verlängerte man es durch Einfügen einer Sektion um 30 Meter. Das Baumaterial wurde so gewählt, daß die Schutztruppe es nach dem Ausschlachten des Schiffes weiterverwenden konnte: Hülle und Gaszellen für Zelte, Bekleidung u. ä., Gerippe für Sendemasten, die Motoren für die Stromerzeugung usw. Mit der Ladung erreichte das Schiff ein Gesamtgewicht von 80.000 kg. Am 10. Oktober 1917 wurde es zum Stützpunkt Jamboli in Bulgarien überführt.
Bei günstigem Wind startete L59 am 22.11.1917 Richtung Afrika. Auf der Höhe von Khartum (Sudan) wurde es zurückbeordert. Nach 95stündiger Fahrt landete das Schiff am 29.11.1917 wieder in Jamboli. Mit einer Strecke von 6757 km hatte es eine bis dahin unerreichte Bestleistung geschafft. Nach der Landung hatte es noch Treibstoff für weitere 6000 km an Bord.
Am 7.April 1918 explodierte L59 aus unbekannten Gründen über der Meerenge von Otranto. Alle 23 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
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