Das Flaggschiff der Flotte des Deutschen Schiffahrtsmuseums ist gleichzeitig das größte Modell unserer Baubogenreihe. Bitte - bei aller Attraktivität: Diesen Segler sollten Anfänger nicht zum Üben verwenden. Die Länge über alles beträgt fünfundsiebzig ausgewachsende Zentimeter! Modell im Maßstab 1:100
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Geschichte
Die SEUTE DEERN ist das größte Schiff in der Flotte des Deutschen Schiffahrtsmuseums. Es wurde 1919 in Gulfport, USA erbaut. Als Viermastgaffelschoner für die Holzfahrt hatte es große Ladepforten am Bug. Die ersten Reisen nach Brasilien, Mexiko und Canada verliefen nicht eben günstig. Das Schiff machte Wasser, bereits auf der ersten Fahrt verschwand der Kapitän spurlos. |
Wegen der dauernden Arbeit an den Lenzpumpen brach auf einer anderen Reise eine Meuterei aus, nur mit der Pistole konnte der Kapitän die Besatzung wieder zur Arbeit veranlassen. 1931 wurde die ELISABETH BANDI - so der ursprüngliche Name - nach Finnland verkauft. Mit einer Ladung Bauholz segelte sie nach Liverpool und von dort nach Sotkamo, dem neuen Heimathafen, von wo sie in der Holzfahrt nach England eingesetzt war. Nach Rauma verkauft, erhielt sie den neuen Namen BANDI. Sie transportierte weiterhin Holz nach Dänemark, bis sie 1938 von der Hamburger Reederei Essberger erworben wurde. Bei einem gründlichen Umbau erhielt sie nicht nur eine neue Takelung als Bark, sondern auch den Namen SEUTE DEERN. Als Schulschiff für die Ausbildung des seemännischen Nachwuchses bekam sie ein neues Deckshaus. Die ihr zugedachte Funktion konnte sie allerdings nur eingeschränkt erfüllen. Wegen des Beginns des 2. Weltkrieges blieb die Bewegungsfreiheit des Seglers auf den Ostseebereich, ab 1941 auf den Küstenbereich bei Rügen und den Greifswalder Bodden beschränkt. Bei winterlichem Eisgang konnte überhaupt nicht gesegelt werden.
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